Starbucks: „Es kommt nicht auf den Einzelnen an.“

Nach dem Skandal rund um die Festnahmen eines Mannes, der – so der Vorwurf – aufgrund seiner Hautfarbe spektakulär aus einem Starbucks abgeführt werden sollte, reagierte Kevin Johnson, CEO von Starbucks, rasch, wie die Washington Post berichtet.

Zunächst erklärte Johnson eine generelle Betriebsschließung aller Starbucks-Filialen am 29. Mai nachmittags:  Die Zeit wird für Anti-Rassismus-Trainings unter den Mitarbeitern genutzt. Bemerkenswert ist aber auch die Begründung von Johnson: „My responsibility is to look not only to that individual but look more broadly at the circumstances that set that up just to ensure that never happens again.

Es geht Johnson also nicht nur um den Einzelnen, der in einer Situation richtig oderfalsch reagiert. Vielmehr spricht er die Rahmenbedingungen an, unter denen bestimmte Reaktionen eben wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher sind. Und diese Rahmenbedingungen zu gestalten, begreift Johnson als seinen Job. Dazu gehört freilich nicht nur die Kultur innerhalb eines Unternehmens, sondern auch außerhalb. Dazu gehören aber vor allem konkrete Maßnahmen. Ein filialweites Anti-Rassismus-Training ist ein deutliches Zeichen.