Emmas Dressing – Transparenz als Erfolgsrezept

Die Sehnsucht nach Einfachheit, Klarheit und Durchsichtigkeit nimmt im Zuge von steigender Komplexität und Informationsüberflutung zu. Die Forderung nach Transparenz von Konsumentenseite ist groß – die Umsetzung auf Unternehmensseite wiederum weit schwieriger als gedacht. Vor allem die Nahrungsmittelbranche bringt immer wieder Fälle hervor, die zeigen, dass Transparenz als Wert noch nicht ausreichend von der Industrie ernst genommen wird. Auf findige Marketingversprechen folgt viel zu selten die gewünschte Erfüllung.

Dass sich Konsumenten damit nicht mehr zufrieden geben belegen nicht nur die Beschwerdetelefone der deutschen Verbraucherzentralen, wo beispielsweise zuletzt das Thema Verpackungsgrößen bzw. sogenannte Mogelpackungen zum Beschwerdethema wurde. Auch eine wöchentliche Rubrik in der Zeit widmet sich der Unzufriedenheit von Konsumenten.  Die „Quengelzone“ von Marcus Rohwetter geht regelmäßig Versprechen des Lebensmittel-Marketings auf den Grund – und dabei der Besonderheit des Himalaja-Salzes, der Großartigkeit von Höhlenkäse und dem unvermeidlichen „Serviervorschlag“, der auf der Packung prangt.

Doch es geht tatsächlich auch klarer und einfacher, wie das Beispiel „Emmas Dressing“ zeigt. Das noch junge Unternehmen, gegründet von Eduard Stähle, Chef des Restaurants „Season“ in Hof treibt Transparenz positiv auf die Spitze. Das erklärte Ziel des Gründers und seinem Team ist es ein Hotel in Hof zu eröffnen.

Ein gutes Produkt als Mittel zum Zweck

Um die finanziellen Mittel zu beschaffen, hat er Emmas Dressing erfunden. Eine Salatsoße, das es bisher nur für Besucher seines Restaurants gab, soll jetzt auch für jeden im Kühlregal zu haben sein. Die Flaschen werden in einer alten Bäckerei in Handarbeit abgefüllt und etikettiert. Optisch und von der Idee her erinnert es stark an Sylter Salatfrische, die vor einigen Jahren den Dressingmarkt nachhaltig umgekrempelt hat. Die Zutaten sind bei Emmas Dressing leicht nachzuvollziehen. Die Produktstory vermittelt die Detailliebe der Macher. Das Ablaufdatum ist handnotiert. Genau 2 Mio. Flaschen muss Eduard Stähle von seinem Produkt verkaufen, damit sein Traum war wird. Die Website gibt den aktuellen Stand wieder (11.850 Flaschen im Dezember 2013) und verspricht: „Sobald die 2.000.000ste Flasche über die Kasse gezogen wird, haben wir unser Ziel erreicht und die Emmas Salatschüssel GmbH läuft als Non-Profit-Unternehmen weiter. Wir werden eine Stiftung gründen und unseren zukünftigen Gewinn an wohltätige Projekte in der Region spenden.“ Bis 2016 plant der junge Gründer sein Traumhotel eröffnen zu können.

Transparenz in doppelter Dosis

Eduard Stähle spielt Transparenz doppelt: Zum einen verankert er den Wert in seinem Unternehmensziel, zum anderen wird er zum Verkaufsargument des Produktes selbst. “Wir sagen offen und ehrlich, was wir machen und was wir wollen. Deshalb wird das klappen.”, sagt er im Interview.

In Zeiten, in denen Konsumenten „Übersetzungstabellen“ brauchen, um Inhaltsstoffe nachvollziehen zu können, überrascht Emmas Dressing mit klaren und einfachen Informationen. Die Belohnung: Begeisterte Konsumenten werben für das Produkt, und das – ganz freiwillig.

Links zum Produkt:

http://www.emmas-dressing.de

https://de-de.facebook.com/EmmasDressing